#183 Männer weinen nicht
Shownotes
Nach dem Tod seiner Frau hat Martin Kreuels 4 Kinder alleine groß gezogen. Das Jüngste war gerade 2, das älteste Mitten in der Pubertät. Das Leben musste irgendwie weitergehen. Ohne Mutter, ohne Ehefrau. Martin Kreuels war plötzlich nicht nur alleine verantwortlich für 5 Leben, er musste sich und seine Kinder auch durch die Trauer bringen. Während er für seine Kinder gute Anlaufstellen fand (Freunde, Therapeuten, Selbsthilfegruppen), fühlte er sich als Mann mit seiner Trauer verloren. Die Trauertreffen, die angeboten wurden, passten irgendwie nicht. Während trauernde Frauen sich in intimer Café-Atmosphäre gegenübersitzend ihre Herzen ausschütten und sich gegenseitig zuhören konnten, schaffte es Martin nicht, sich zu öffnen. Der Biologe ging der Sache auf den Grund und fand heraus, dass Männer tatsächlich Trauer anders verarbeiten und auch andere Kanäle brauchen als Frauen. Also gründete er spezielle Trauergruppen für Männer. Mittlerweile hat er durch sein Engagement den Bundesverband Männertrauer gegründet - ein weltweit einzigartiges Netzwerk über und zur männlichen Gefühlswelt nach schweren menschlichen Verlusten. Wie man Männer durch ihre Trauer hindurch helfen kann, warum direkte Fragen dazu keine gute Idee sind, hört ihr in dieser Podcastfolge zum Thema "Männertrauer". Mehr zu Martin Kreuels, seinen Büchern und seinen Seminaren findest du unter www.martinkreuels.de.
Transkript anzeigen
00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mama Lapap.
00:00:09: Heute freue ich mich sehr auf Martin Kreuz,
00:00:12: er
00:00:13: kennt sich sehr gut aus mit Männern
00:00:15: und
00:00:16: wie Männer trauern.
00:00:17: Und das ist heute unser Thema, finde es super spannend!
00:00:20: Er hat mir noch nie so Gedanken gemacht ob Männer anders traueren als Frauen und bin total gespannt mehr darüber zu erfahren.
00:00:27: Danke für die Einladung.
00:00:30: Wie sind Sie zu diesem Thema gekommen?
00:00:32: Wir haben sie sich das angeeignet.
00:00:34: warum befassen Sie sich überhaupt damit?
00:00:36: Naja, so ein Trauerthema ist ein Thema... Da befängt man an wenn man eine eigene Erfahrung gemacht hat, sag ich mal.
00:00:43: Meine Frau ist im Jahr zwei Tausend neun gestorben und hat mich zugelassen damals mit vier kleinen Kindern zwischen zwei und elf Jahren.
00:00:49: Und mein erster Impuls, ich weiß nicht weshalb war immer Ich will mich mit Männern austauschen!
00:00:54: Ich will wissen wie macht ihr das?
00:00:55: Wenn ihr in ähnlichen Situationen wart.
00:00:58: Aber ich habe keine gefunden.
00:01:01: Und ich bin durch die Hospice im Münsterland damals noch gezogen und habe versucht Männer zu finden, ganz viele Trauercafés aufgesucht.
00:01:08: Wunderbare Frauen getroffen, die dort saßen aber die Männer waren halt nicht da.
00:01:12: Daraus hat sich so ein Bild für mich ergeben das ich gesagt habe hier war eine Zeit lang aus der Wissenschaft weg.
00:01:17: Ich gehe wieder in die Wissenschaft rein weil da scheint es einen roten Faden zu geben und wenn ich diesen roten faden folge krieg ich vielleicht antworten warum die Männer hier nirgendwo auftauchen.
00:01:27: Das war mein damaliger Ansatz und aus der eigenen Betroffenheit ist dann letztendlich so ein bisschen wieder der Wissenschaftler rauszukommen.
00:01:33: Und heute habe ich eigentlich die Seiten gewechselt und begleite Männer, begleit aber auch ganz viele Frauen, die die Männer nicht verstehen um einfach mehr Wissen in die Breite rein zu kriegen, nicht um zu sagen dass es gut oder schlecht ist sondern das es anders ist.
00:01:48: und vielleicht brauchen wir andere Tools um Männern mehr bieten zu können mehr zu erreichen.
00:01:53: Warum hat es ihnen nicht geholfen mit Frauen?
00:01:55: Warum war das nicht, das Angebot nicht ausreichend?
00:01:59: Was war in Ihrem Bauchgefühl?
00:02:00: oder was hat Ihnen gesagt?
00:02:02: Nee.
00:02:02: Das ist es nicht für mich.
00:02:03: Nein!
00:02:04: Das ist nicht dass die Frauen mir nicht geholfen haben.
00:02:06: Das will ich gar nicht mal sagen sondern ich wollte einfach aus dem Erfahrungsschatz der Männer mehr erfahren.
00:02:12: Vielleicht eher so diesen authentischen Aspekt herzraus zu bekommen... ...das ist einer vom gleichen Geschlecht vielleicht mit einer gleichen Situation.
00:02:19: wie machst du das?
00:02:20: Wie denkst Du?
00:02:21: Ich habe einen Trauercafé geleitet mit dem Fahrreferenten damals im Vorort von Münster.
00:02:27: Wir hatten gedacht, wir beide als Männer machen dieses Trauer-Café dann kommen natürlich auch die Männer und können uns austauschen.
00:02:33: Wir haben wunderbare sechzehn Frauen da über mehrere Jahre sitzen gehabt, die jeden Monat einen wirklich tollen Kuchen gebacken haben zum Trauer Café.
00:02:40: aber die Männer sind nicht gekommen.
00:02:42: Das war ein wunderbarer Gespräch.
00:02:43: ich hab ganz viel gelernt!
00:02:46: Aber ich wollte wissen warum die Männer es eben nicht tun?
00:02:49: Das war der Ansatz, den ich mir immer im Hinterkopf hatte.
00:02:51: Und ich hatte dann damals ... Weil ich überhaupt keine Männer gefunden hatte, gedacht, na ja, lass doch mal systematisch abfragen wieviel Männer gibt's eigentlich in meiner Situation?
00:03:01: Hab beim Bundesamt für Statistik nachgefragt und gesagt könnt ihr mir das ausrechnen.
00:03:07: Und haben die gesagt, ja das geht brauchen ein paar Wochen weil es mehrere Abteilungen aber wir rechnen dir das aus!
00:03:12: Und am Ende kam raus von mir in meiner situation gibts neunzehntausend Männer in Deutschland Und ich habe keinen gefunden am Anfang.
00:03:21: Dann hatte ich mein erstes Buch irgendwann fertig, bin auf Lesetour durch die Hospice in Deutschland gegangen und dann kamen die ersten Männer dazu.
00:03:27: Weil es sind natürlich immer irgendwo ganz wenige Männer vorhanden.
00:03:30: mit denen kam ich ins Gespräch und darüber hab' ich auch wieder ganz viel gelernt.
00:03:33: aber nein!
00:03:34: Ich hab' auch von den Frauen ganz viel gelernt, keine Frage.
00:03:37: Hat das denn statistisch auch was damit zu tun?
00:03:40: Wenn wir jetzt von Beziehungen ausgehen, dass Männer kürzer leben als Frauen.
00:03:45: Sich nicht so gesund quasi um ihre Gesundheitskümer.
00:03:48: hat das da auch irgendwie was mitzutun oder gar nicht so?
00:03:51: Ich glaube es ist eher ein erlernte Aspekt den wir uns angereignet haben.
00:03:55: und dieser erlernten Aspekt ist nicht nur Biologie-Evolution der ist auch Soziologie.
00:03:59: ganz vieles in unserem Geschichte hier in Deutschland wenn ich an die Weltkriege denke.
00:04:03: Das spielt alles ineinander hinein.
00:04:06: Ich bin jetzt nur mal Biologe und gucke mir gerne diese etwas längere Geschichte der letzten hunderttausende von Jahren an, weil mich das einfach interessiert.
00:04:14: Um einfach zu wissen naja gibt es vielleicht eine Systematik da drin die ich heute auch noch beachten kann.
00:04:20: Das ist das was mich interessiert.
00:04:22: Ich weiß aber auch, wenn ich einen Vater habe der nie gelernt hat über seine Gefühle zu sprechen dann wird er das kaum an seinen Sohn weitergeben können.
00:04:30: Dann hat der Sohn es auch wieder nicht gelernt.
00:04:33: Wir haben ein plastisches Gehirn wir können ganz viel lernen Aber ich brauche halt die Impulse von außen und da sind die Eltern eben auch ganz
00:04:38: wichtig.
00:04:40: Das heißt sagen wir mal Männer bis jetzt würden eher.
00:04:46: natürlich verspüren sie Trauer-und Verlust.
00:04:48: Es geht ihnen mies haben schlimme Gedanken und wissen nicht raus, aber sie reden nicht drüber?
00:04:55: Genau.
00:04:56: Ganz viele reden nicht darüber!
00:04:57: Wir merken gerade es gibt einen Wandel.
00:04:58: die junge Generation kommt diesen Thema immer näher.
00:05:02: Sie schaffen ist mehr über ihr Gefühle zu reden.
00:05:04: Aber wir reden natürlich auch viel von denen die sechzig-siebzig sind die vielleicht jetzt in den Sterreprozess kommen oder ihre Angehörigen verloren haben Und Die haben's eben nicht gelernt und die tun sich halt unglaublich schwer wie.
00:05:16: Männer sind von der Biologie her so veranlagd dass wir wenn ich in den langen Zeitraum betrachte, nicht die kommunikativen waren.
00:05:25: Die kommunikative waren immer die Frauen.
00:05:27: Sie waren in der Familie drin und sie hätten die Kinder zu versorgen.
00:05:30: Wir müssten immer überlegen aus welcher Zeit kommen wir?
00:05:33: Also biologisch betrachtet bestehen wir ja heute zu neunundneunzig Prozent unseres genetischen Materials aus einer Zeit, die schon längst vorbei ist.
00:05:40: Das ist Jäger in unserer Zeit, das ist aber immer noch abgespeichert in uns.
00:05:45: Diese letzten zweihundertfünfzig Jahre, die diesen wahnsinnigen Wandel in der Gesellschaft gebracht hat, da ist bei uns noch gar nicht abgespeicher.
00:05:51: Das braucht alles noch seine Zeit!
00:05:53: Aber das heißt, haben Sie beobachtet oder haben Sie herausgefunden, dass Männer... Was machen die denn mit der Trauer?
00:05:58: Schieben sie die weg.
00:05:59: Kommt die Trauer dann irgendwann wieder?
00:06:00: Müssen sie sich zu einem anderen Zeitpunkt damit befassen?
00:06:02: Also erst mal so Verdrängung?
00:06:05: Männer gehen in so einen gedachten Funktionsmodus rein.
00:06:07: Sie versuchen den Alltag zu stemmen und alles drum herum zu organisieren.
00:06:10: Man sieht es deutlich bei Paaren, die ein Kind verloren haben.
00:06:13: Die Frau geht relativ schnell in die Trauerei.
00:06:15: Der Mann geht in den Funktionsmodus, der geht arbeiten.
00:06:18: Er macht vielleicht einen Haushalt, weil die Frau nicht da zu einer Lage ist.
00:06:21: Er versucht das gesamte Setting aufwegzuhalten und dann halbis Jahr später kommen viele von den Männern sagen ich weiß nicht was los ist aber ich hab das Gefühl mit jemandem Stecker gezogen Und dann fangen sie an darüber nachzudenken was passiert ist.
00:06:34: Aber sie gehen erst mal in ein Funktionmodus rein.
00:06:37: Das ist ja meistens so dass man... Dass es überlebendes Modus ist also dass man einfach Ich kann grad nicht an, dass ich brauche das jetzt so.
00:06:45: Genau!
00:06:47: Und habe dann vielleicht später mehr Kraft mich damit auseinanderzusetzen?
00:06:51: Ich fange dann an darüber nachzudenken bis ich dann... aber ich versuche erstmal logisch über die Situation nachzudenken.
00:06:56: Das ist das was wir Männer wieder versuchen Faktenlage zu schenken und zu sagen wie kann ich das lösen?
00:07:00: Bis ich dann einen Punkt komme wo die Emotionen zuschlagen.
00:07:02: Dann muss ich sagen hab' ich's gelernt, lief mein Eltern aus?
00:07:05: oder hab'ichs nicht gelernt?
00:07:06: Hab' ich es nicht gelernt.
00:07:08: Falle ich vielleicht in ein Loch weil ich gerade erst mal gar nicht weiß was mit mir passiert
00:07:13: Wenn ich jetzt an meine Erziehung denke, ich bin in den Siebzigerjahren geboren quasi in den Achtziger-Jahren groß geworden.
00:07:22: Und ich weiß dass meine Eltern also sind sie auch mit meinen Kindern als Großeltern So negative Gefühle eher so, ach komm ist nicht so schlimm oder wir lenken ab oder denken an was anderes.
00:07:35: Also dass so negative Gefülle gar nicht so zulassend sind und die müssen irgendwie weg auf jeden Fall.
00:07:41: Die halten das nicht aus wenn ein Frust ist oder eine unzufriedene Situation ist als die Kinder noch klein waren.
00:07:49: Das wollten sie immer sofort lösen Und wir haben da auch schon ein paar mal drüber gesprochen dass auch dieser Impuls bei ihnen so, also es muss sofort eine Lösung gefunden werden.
00:08:02: Das darf nicht sein!
00:08:03: Wir können uns damit nicht auseinandersetzen.
00:08:04: Wenn man das natürlich so erlebt, dann nimmt man das mit und negative Gefühle gerade von jemand anderem ist auch anstrengend auszuhalten.
00:08:13: Warum geht's dem jetzt nicht besser?
00:08:14: Oder warum holt das Kind oder warum ... Man will das nicht fühlen.
00:08:22: Und wenn ich denke Ich wäre jetzt ein Mann zum Beispiel, hätte ich es von meinen Eltern nicht gelernt.
00:08:28: Würde ich mit meinen Kindern auch wahrscheinlich genauso weitermachen?
00:08:31: Aber wie breche ich zum Beispiel so einen Zirkel?
00:08:34: Wie könnte das geschehen?
00:08:36: Das ist ein schwieriger Prozess!
00:08:37: Es geht auch nicht von heute auf morgen.
00:08:39: Ich muss Männer Möglichkeiten bieten wo sie Vertrauen haben um sich dem zu widmen und das findet in den aktuellen Traubegleitungsangeboten die wir in Deutschland haben nur sehr marginal statt.
00:08:51: Also ein trauer Kaffee, sage ich jetzt mal.
00:08:53: Ein klassisches Trauerkaffee ist für einen Mann eine extreme Stresssituation und das klingt jetzt super nahe.
00:09:00: aber wir sitzen uns jetzt gegenüber.
00:09:02: sie fordern mich durch ihren Augenkontakt auf zum Gespräch.
00:09:06: Typisch Frau ganz normal Das könnt ihr gut.
00:09:10: Für uns Männer ist es eine Drogebärde.
00:09:13: Abgespeichert
00:09:14: ist das eine Drogebärde.
00:09:16: Weil wir Männern grundsätzlich nicht gegenseitig in die Augen schauen, in einem Gespräch.
00:09:20: Wir gucken immer weg.
00:09:22: Wenn wir uns gut kennen und alte Freunde sind dann ist das alles kein Problem.
00:09:25: Wenn es ein fremder Mann ist weiche ich dem aus oder ich versuche dem Stand zu halten, dann heißt es aber ich bin stärker als du.
00:09:31: Das ist das was noch abgespeichern.
00:09:32: wie Sie stellen sich das Setting vor?
00:09:33: Wir sind am Trauercafé.
00:09:35: Zehn paar Augen schauen einen Mann an der vielleicht gerade anfängt sich seinen Gefühlen zu widmen der aber abgespeichert hat, Augenkontakt ist eine Drogemerde.
00:09:45: Das heißt ich muss mich jetzt erstmal total zusammenreißen und für mich sortieren.
00:09:49: das ist keine Drogebehrt, dass es ja nur ein Gefühl was sich habe, das ist ja erst mal gar nicht klar... Und dann muss ich mich auch noch meinen Gefühlen widmen die mir aber eigentlich auch gerade sagen wenn ich mich meinen Gefühl widme und dann vielleicht die Tränen fließe verliere ich mein Status den ich habe.
00:10:07: Das sind ganz, ganz viele Aspekte die da reinspielen, die wir in der Biologie gelernt haben.
00:10:11: Die in so einer Situation zuschlagen und die mich erst mal wenn ich es nicht gelernt habe an der Trauer oder die Trauer zu kommunizieren hindern.
00:10:20: Und darauf brauche ich... man kann das ganz einfach auflösen Nämlich ein Trauerkaffee gehe ich mit dem Mann spazieren.
00:10:28: Mach was anderes!
00:10:29: Ist ja auch Kontakt weg.
00:10:31: Sind so Kleinigkeiten aber das wird halt noch nicht gelehrt.
00:10:36: Bestehenden Settings in der Ausbildung wird das nicht gelehrt, weil er die nicht hingeguckt.
00:10:40: Interessant!
00:10:41: Das ist ja eigentlich eine Kleinigkeit aber eine Wichtigkeit,
00:10:43: ne?
00:10:43: Genau
00:10:44: Okay, d. h., man könnte einen Trauerspaziergang anbieten Zum
00:10:47: Beispiel Männer in Trauergruppen funktionieren ja auch ganz anders.
00:10:51: Es sind niemals Trauer Cafés im klassischen Sinne Sondern die gehen spazieren, die machen zusammen Sport Und wenn Männer da zusammensitten, das ist das wieder was viele Frauen nicht verstehen und die Männer alle in einer gleichen Situation reden ihnen nicht über die Trauer.
00:11:04: Und es ist okay, weil die Männer haben das Gefühl alle sind in der gleichen Situation.
00:11:09: Dann bin ich hier geborgen, weil sie fühlen sich alle gleich.
00:11:12: Da muss ich überhaupt nicht mehr darüber reden!
00:11:14: Das ist aber schon hilfreich für den Mann.
00:11:17: Der braucht das Gespräch da nicht mehr.
00:11:19: Er braucht das nicht mehr, sondern er fühlt sich wohl.
00:11:22: Er ist gut aufgehoben in dieser Gruppe.
00:11:25: Viele Frauen verstehen das nicht und sagen dann du musst doch jetzt über deine Gefühle reden?
00:11:28: Nein, der ist da aufgehobene.
00:11:29: Der hat seinen Wohl-Fühlort.
00:11:30: alles gut läuft prima.
00:11:34: Ich muss eine kleine Geschichte erzählen.
00:11:36: Die hat mit Trauer nichts zu tun, aber mit dem vielleicht gleichen Verhalten.
00:11:41: In unserem Freundeskreis oder im Freundes Kreis meines Mannes – mit seinen ganzen Schulfreunden, die er schon lange, lange kennt und haben einen tollen Freundeskreis nach der Schule immer noch streffen sich regelmäßig, machen Ausflüge, kurze Urlaube gab es einen Freund bei dem ein sehr heftiger Lebensumbruch passiert ist, was ja spannend ist.
00:11:59: Weil er sich quasi mit vierzig geoutet hat, dass er eigentlich schwul ist oder vielleicht bisexuell war noch nicht so klar aber das langjährige on- und off Beziehung mit einer Frau ist zu Ende gegangen und er hat sich seinen Freunden eben geöffnet.
00:12:13: also ich stehe gar nicht
00:12:15: auf Frauen
00:12:17: Und dann sind die kurz danach zusammen.
00:12:19: diese Männergruppe haben Wochenende verbracht sind gewandert und haben gemacht Ist mein Mann wiedergekommen und ich hab mich so total gefreut.
00:12:26: Wow, die haben ein ganzes Wochenende mit dem verbracht.
00:12:29: Jetzt bin ich mal richtig gespannt auf die ganze Geschichte!
00:12:31: Wie hat der das denn gemerkt?
00:12:32: Und
00:12:32: etc.,
00:12:33: etc.
00:12:34: Ich frag ihn...und was und?
00:12:38: Habt ihr über so-und-so
00:12:39: gesprochen?!
00:12:41: Das kann doch nicht sein.
00:12:42: Ihr verbringt irgendwie achtundvierzig Stunden miteinander und es ist nicht ein Detail, also wenn wir Freundinnen ... Wir hätten alles gewusst so ja?
00:12:48: Ja genau!
00:12:49: Das kann noch nicht sein.
00:12:50: und jetzt höre ich aber gerade das ist völlig normal.
00:12:52: Völlig
00:12:52: normal.
00:12:54: Das ist aber dass wir Frauen häufig nicht verstehen.
00:12:56: Weil diese Brücken häufig nicht schlagen.
00:12:58: Wenn wir das erklären würden würde Verständnis zu beiden Seiten entstehen oder das machen wir nicht.
00:13:03: Die Frauen stehen dann sagen Ich habe eigentlich jetzt Informationsbedarf.
00:13:07: Absolut!
00:13:07: Und zwar reichlich.
00:13:08: und für Männer sagen, es ist eigentlich alles geklärt.
00:13:10: Krass!
00:13:11: Ich sage hier mal ein Beispiel, wir haben einen Buch gemacht mit einer Psychologie vom Hamburger Hospiz wie Männer sterben.
00:13:16: Wir wollten wissen was denken die im eigenen Sterbeprozess?
00:13:20: Und waren in Hospiz in Hamburg und hatte einen Mann vor mir, irgendein Starfotografen aus Hamburg und ich ging in den Raum rein mit meiner Kollegin Angela Reschke und ich sagte um wie geht's dir?
00:13:30: und er sagte scheiße.
00:13:31: und ich bin zur nächsten Frage übergegangen weil für mich war das Thema umfassend abgearbeitet.
00:13:37: Sie saß da leben als Psychologin und sagte, scheiße ist kein Gefühl!
00:13:41: Und wir haben nach uns angutzt, was will die?
00:13:43: Wir haben sie nicht verstanden.
00:13:44: Für uns war das Thema schon abgehackt, wir sind in das nächste Thema reingegangen.
00:13:49: Wir sprechen anders.
00:13:51: Gerade in Krisensituationen sprechen wir anders.
00:13:53: Es gibt den Hendrik Lindh, der hat ein Trauersprachmodell entwickelt.
00:13:57: Der sagt die Sprache in der Trauer ist eine völlig andere ... Die Wörter haben eine andere Bedeutung als Menschen, die nicht in der Trauer sind und wir können Menschen zusammenführen wenn wir deren Sprache verstehen.
00:14:09: Und er hat quasi die Leute von Tinder abgeworben, die ja auch mit Menschen miteinander matchen und hat gesagt programmiert mir ein Algorithmus der auf Sprache basiert damit ich trauere, wie ihre Sprache gleich nutzen miteinander verbinden kann, damit sie sich austauschen können.
00:14:24: Das funktioniert!
00:14:25: Ich brauche ein Beispiel Ein
00:14:28: ganz einfaches Beispiel.
00:14:29: Ein Paar steht im Sonnenuntergang und Sie sagt immer die Grillen Im Hintergrund zirpt es überall für ihn.
00:14:35: Hört ihr das grillen?
00:14:37: Da gibt es Infobratwurst, Schnitzel.
00:14:40: Das ist das gleiche Wort!
00:14:41: Aber die Emotion, die dahinter steht, ist bei einem Mann und einer Frau völlig unterschiedlich.
00:14:47: Und deshalb findet häufig ... Die Kommunikation ist so schwierig untereinander, weil Frauen auf der emotionalen Ebene total stark sind mit Männer aber gerne, wenn wir sie nicht gelernt haben, Emotionen verdrängen.
00:14:59: Das sieht man schon?
00:15:00: Entschuldigen Sie?
00:15:02: Wenn man aufs Gehirn guckt... Frauen haben auf beiden Seiten Kommunikationszentren, die jeweils mit emotionalen Zentren verschnitten sind.
00:15:09: Wir Männer reden mit einer Seite, fühlen mit der anderen Seite.
00:15:14: Frauen haben den Verbindungssteg um dreißig Prozent mehr Nervenzellen ausgebildet.
00:15:19: Das heißt, die Kommunikation zwischen den Gelenerfen geht viel schneller.
00:15:22: Bei Männern ist das viel weniger.
00:15:24: Das heißt, wir müssen, wenn wir Emotionen spüren in die eine Hälfte gucken.
00:15:27: wie sieht das so aus?
00:15:28: Wörter finden in die andere Hälfe, Wörtern formulieren und dann können wir erst sprechen.
00:15:32: was sagen Trauerbegleiter an Trauerkafés?
00:15:35: Wenn wir Männer dabei haben ist es Trauercafé von zwei Stunden zu kurz weil sie fangen immer erst am Ende an zu reden weil sie Zeit brauchen.
00:15:43: Aber das heißt wenn ich mir jetzt ein bisschen versuche zu verarbeiten was Sie alles erzählt haben Das ist auch Männer nicht unbedingt... Also vielleicht gibt es einen Zeitpunkt, wo sie drüber sprechen möchten.
00:15:53: Aber dass das gar nicht so primär das Ganze isst?
00:15:55: Genau!
00:15:55: Das Gespräch ist nicht das Zentrale.
00:15:57: Ist nicht das Zentrale.
00:15:58: Nein.
00:15:59: Sondern dass so sein dürfen ist das
00:16:00: Zentrale?!
00:16:02: Die Gruppe.
00:16:03: Die Grupe kann auch aus zwei Leuten schiessen.
00:16:05: Ein guter Freund und ich der Erdrauert.
00:16:06: Es ist völlig egal.
00:16:08: Aber die Gruppe ist entscheidend weil wir Männer werden in Gruppen aufgefangen.
00:16:13: Auch für der typischen Biologie.
00:16:15: Trauer ist vor ca.
00:16:16: dreihunderttausend Jahren beim Menschen entstanden, das ist nichts Gott gegebenes.
00:16:19: Es ist erst entstanden nachdem wir angefangen haben Feuer zu nutzen, dass Gehirn sich weiterentwickelt hat wie verschiedene neue Hormone ausgebildet hat wo wir Menschen uns als Gruppen zusammengeschlossen haben.
00:16:28: Erst zu diesem Zeitpunkt ist Trauer entstanden weil Trauer kann nicht und sie müssen sich immer auf damals konzentrieren.
00:16:37: Trauer kan ich nur in einer Gruppe überleben Nicht als Einzelperson.
00:16:40: Wenn ich als Einzelkämpfer irgendwo stehe und muss in meiner akuten Trauer klarkommen, habe ich ein Problem.
00:16:47: Guck ich mir die Suizidraten in Deutschland an?
00:16:49: Sind das achtzig Prozent Männer... ...die sich jährlich in Deutschland suizidieren?
00:16:54: Das kommt nicht von ungefähr!
00:16:56: Wenn sie aber in Gruppen aufgefangen werden kann ich die da rausholen.
00:17:01: Es gibt von den Studierenden im Jahr, es gibt eine Stiftung für Männergesundheit.
00:17:06: Und diese von dem Jahr ging über Psychologie und die sagt wenn ein Mann ein Trauerlebnis erfahren hat, nehmen wir mal an die Frau verstirbt er sich nicht relativ schnell wieder bindet oder einer Gruppe anschließt.
00:17:17: was kann der Kirchenkorps sein?
00:17:19: das kann der Fußballverein sein?
00:17:20: ist völlig egal.
00:17:21: ist seine Lebenserwartungen deutschland statistisch um zehn Jahre reduziert?
00:17:25: Kann ich messen?
00:17:25: Statistisch nachweisen, dass die Männer in zehn Jahren eher sterben.
00:17:28: Weil wir Männer versuchen diese Lücke zu schließen.
00:17:31: Wir fangen an mehr zur Arbeit und zu saufen.
00:17:33: Wir machen andere Dinge, die uns kaputtmachen.
00:17:36: Kommt ein Korrektivfinal wie eine neue Partnerin oder eine Gruppe?
00:17:41: Dann komme ich aus diesem Suchtverhalten, das strategiere ich ganz schnell wieder raus... ...und die zehn Jahre sind wieder da!
00:17:46: Meine Güte.
00:17:48: Deshalb binden sich Männer nach den Verlust einer Partnerin innerhalb von zwei bis drei Jahren normalerweise, während Frauen das
00:17:54: ganz oft nicht mehr tun.
00:17:55: Ja und man guckt da so ein bisschen vielleicht auch als Frau.
00:18:00: bewertet man das nicht gut?
00:18:01: Der hat die nicht geliebt, der ist schon wieder mit einer Lohne zusammen, ja natürlich aber es ist ein Urtrieb von uns weil wir so angelegt sind dass wir immer versuchen eine Familie zusammen zu halten.
00:18:11: Das ist unser Urtriebe.
00:18:12: fehlt dieser Ansatzpunkt haben wir echten Problemen.
00:18:17: Spannend.
00:18:19: Das heißt, wenn sie ... Trauer Kaffee ist das ja ein blödes Wort.
00:18:26: Wenn Sie Trauermöglichkeiten für Männer anbieten und auch Männer darüber aufklären in Seminaren
00:18:33: etc.,
00:18:34: was braucht es?
00:18:35: Also zum Beispiel haben wir schon gehört etwas gemeinsam machen nicht irgendwo sitzen Und wir gucken uns an und warten bis jemand ausbricht in Tränen sondern wir gehen spazieren oder wir machen Sport oder keine Ahnung machen eine Aktivität zusammen.
00:18:48: dass alleine hilft schon sehr viel.
00:18:51: Trotzdem gibt es ja vielleicht manche Trauerprozesse, also auch wenn man einen Partnerin in den Tod begleitet hat oder ein Partnerin den Tod begleitet hat lange.
00:19:01: Das sind ja schon Sachen wo man vielleicht doch mal psychotherapeutisch mit jemandem sprechen sollte?
00:19:05: Oder ist das nicht unbedingt nötig?
00:19:08: Ich muss mir das angucken als Begleiter.
00:19:09: ich bin nur derjenige der am Spielrand steht und begleite.
00:19:12: Wenn ich merke dass wird wirklich krankhaft.
00:19:15: dann hole ich natürlich dem Psychotheraport mit rein.
00:19:17: Es wäre vermessen zu sagen das kriege ich organisiert.
00:19:20: Das ist der eine Aspekt.
00:19:21: Der andere Aspekt ist, ich muss mir den Menschen, die zu mir kommen genau anschauen weil wir haben ja nicht hundert Prozent Männer und Hundert Prozent Frauen sondern wir haben Ja Frau mit männlichen Anteilen.
00:19:31: Wir haben Männer mit weiblichen Anteil.
00:19:32: Das heißt Ich muss gucken wo passt er denn jetzt besser rein?
00:19:36: Es kann natürlich ein Mann sein, der in einem Trauercafe wunderbar passt.
00:19:40: Ich kann aber auch einen Mann vor mir haben der mit dem Trauerkäfige gar nichts anfangen kann.
00:19:43: Dann gehe ich mit ihm wandern, vielleicht ist das sein Setting?
00:19:46: Vielleicht kann er aber gar nicht gut laufen!
00:19:48: Dann gibt es diese Tresensituation und dann baue ich so was auf ihn Tresen.
00:19:51: Habe ich eine Zeit lang in aus Friesland gemacht, dass ich einfach einen Sportverein bei mir im Sportvereinen die kleine Kneipe gemietet habe, da hatten wir die Tresendsituation, wir sitzen nebeneinander und ich kann es wieder auflösen.
00:20:02: Und nebenan das Wichtig-Nicht gegenüber.
00:20:04: Genau!
00:20:05: Ich kann's wieder auf lösen Ich muss spielen.
00:20:07: Das, was ich brauche ist ganz viele Optionen und ich muss aus diesem
00:20:12: Blumstrauß
00:20:13: von Optionen auswählen.
00:20:14: Was passt für den gegenüber am besten?
00:20:17: Und jetzt auch noch mal in Frauensprache zu übersetzen.
00:20:22: Es ist auch unterschiedlich... Aber klar bei Frauen würde ich sagen wir reden!
00:20:26: Wir reden!
00:20:28: haben Sachen zu klären und vielleicht ist es irgendwann ausgeredet quasi so, ja.
00:20:31: Man hat sich gut damit auseinandergesetzt und ist für sich fein mit den ganzen unterschiedlichen Trauerphasen die man hat und ist dann irgendwann bereit, dass das einem wieder besser gehen darf.
00:20:49: Wie lange muss man umgesetzt quasi?
00:20:50: Also wie lang muss ich nebeneinander sitzen oder spazieren gehen bis wieder besser wird?
00:20:54: Trauer ist nichts was ich jetzt nach der Zeit bemessen kann.
00:20:57: Es gibt Menschen, die sind nach zwei drei Monaten prima durch.
00:21:00: Es gibt Leute in fünf Jahren später immer noch am Kämpfen sind.
00:21:03: Kann ich nicht in Zeit bemessen?
00:21:05: Ich muss Geduld haben!
00:21:06: Ich muss gucken.
00:21:06: wenn ich nehme mal an tatsächlich so eine Trauergruppe habe dann sagen wir in der Regel ein Jahr weil danach sich sowas verselbstständig in Richtung regelmäßige Treffen ist dann wie so eine Freundschaft die sich hier auftut.
00:21:20: Die können sich gerne privat weiter treffen gar keine Frage aber wir lösen das Setting auf nach einem Jahr.
00:21:25: Sonst wird das eine Dauereinrichtung Aber festlegen kann ich es nicht.
00:21:29: Nein!
00:21:31: Und was würden Sie Männern raten, die vielleicht jetzt zuhören und sagen ja... Ich habe mich auch noch nicht mit Thema X beschäftigt.
00:21:41: Was mache ich denn?
00:21:42: Wo hole ich mir Rat oder wie gehe ich erst mal mit mir selber um so?
00:21:45: Also wenn der Impuls da ist, da etwas ändern zu wollen.
00:21:49: Es gibt in so eine, ich will das gar nicht mal so disputierlich sagen, eine Art Subkultur von Männergruppen in Deutschland, die wirklich unter dem Radar laufen.
00:21:58: Das ist so der eine Punkt.
00:21:59: Es gibt ganz, ganz viele Männergruppen die sich treffen – ich sag mal archaisch am Lagerfeuer, sich regelmäßig treffen wie ich ihn trinkt miteinander schwätzen.
00:22:08: das wäre eine Option.
00:22:09: zu schauen.
00:22:10: habe ich ne Gruppe in die ich gut reinpasse die mir weiter hilft.
00:22:13: Ich hab aber auch die Option zu sagen es gibt ein Bundesverband Männertrauer.
00:22:18: ich kann mich da ganz unverbindlich einmal hinwenden Kann sagen wie meine Situation aussieht und die sollen sich überlegen was ich für Möglichkeiten habe.
00:22:27: Auch das ist eine Möglichkeit.
00:22:28: Es gibt riesige Trauerforen, einmal die Trostelden werden ein, es gibt Jungverwittwirt, gibt es als riesige Foren im Internet.
00:22:36: Das sind teilweise hunderttausend von Menschen, die da organisiert sind in Internetgeschichten.
00:22:40: auch das ist ne Option.
00:22:43: Also vielleicht erstmal zu gucken ohne mich allzu sehr zu öffnen.
00:22:47: was is da mal den ersten Kontakt aufzunehmen und dann sich Schritt für Schritt näher heranzutasten, bis ich dann vielleicht an eine Ebene komme die mir wahrscheinlich richtig wehtun wird.
00:22:57: Die ich aber wahrscheinlich auch einmal durchleben muss damit der Trauerprozess abgearbeitet wird in großen Stücken wobei trauere ich ja niemals los werde.
00:23:05: Trauer sortiere nur mein Leben ein aber auch dafür brauche ich einen Weg und dann kann ich vielleicht weitergehen.
00:23:11: wichtig ist mir aber Trauer ist ein komlativer Prozess das heißt ich muss jedes Trauer Ereignis alleine auch bearbeitet haben, weil eine Trauerfahrung setzt sich auf die nächste auf und wir wissen wenn Trauer nicht bearbeitet wird werden wir krank.
00:23:27: ob Frau oder Mann spielt keine Rolle.
00:23:29: Wir werden krank und ich kann es aber bearbeiten weil wir die Möglichkeiten einfach haben.
00:23:34: Also eine Rückfrage nochmal.
00:23:38: Ein Trauererlebnis muss für sich aufgearbeitet werden, also zum Beispiel wenn jetzt keine Ahnung der langjährige Hund stirbt das muss aufgearbeitet und wenn der Partner stirbt die Partnerin stirbt.
00:23:47: Das muss man für sich alles sehen.
00:23:49: so zb
00:23:50: Wenn es zeitlich nahe beieinander ist.
00:23:51: kann ich sie auch zusammenlegen?
00:23:52: Das ist nicht die Frage aber ich muss es alles betrachtet haben.
00:23:55: Ich kann das nicht einfach verdrängen.
00:23:56: Wir müssen
00:23:58: da durch Und das ist auch wieder urbiologisch.
00:24:01: Unser Hirn ist ein Prognosegehirn.
00:24:04: Das heißt, wir haben uns an regelmäßige Abläufe in unserem Leben gewöhnt.
00:24:08: Sommer Winter Herbst Frühling Aber auch genauso gut in Partnerschaften und Freundschaften.
00:24:14: Ich weiß dass mein Partner auf Partnerin regelmäßig wiederkommt.
00:24:17: das muss nicht mehr um acht Uhr sein aber ich weiß sie kommt immer wieder.
00:24:20: Dafür werden Datenautobahnen im Gehirn angelegt weil das immer wieder klärende gleiche Abläufen sind.
00:24:26: Endet so ein Ereignis der Partner oder die Patron verstirbt habe ich Datenautobaan im Kopf die ich nicht mehr benötige.
00:24:33: Die muss sich abbauen.
00:24:34: Der Körper baut sie ab, das Immunsystem muss sich runterfahren.
00:24:37: Wir haben ein ganz komplexes System an Abläufen im Gehirn und dann findet eine Neuverschaltung in Teilen im Gehirn statt.
00:24:45: Das ist also das Urbiologisches.
00:24:47: Das ist energieaufwendig ohne Ende.
00:24:49: Ich weiß es aus meiner eigenen Erfahrung als meine Frau gestorben ist.
00:24:52: die kommenden sechs Wochen habe ich jeden Tag... Sie kennen diese großen Schokoladen auch von der Marke, die ich jetzt nicht nenne.
00:24:59: Da hab' ich jeden tag eine von gegessen Und ich habe trotzdem jeden Tag noch ein Kilo abgenommen, weil das so energieaufwendig ist diese Zeit.
00:25:06: Weil dass ihr sich so umstellen muss und wenn es nicht stattfindet hab' ich Datenautobahnen im Kopf Nervenverschaltung die überhaupt nicht benötigen, die liegen da brach.
00:25:16: Das heißt der Körper wird da irgendwann ran gehen wollen Um das abzubauen um neue Möglichkeiten zu schaffen.
00:25:22: Das heißt Ich habe gar keine andere Wahl als mich damit auseinanderzusetzen.
00:25:27: Was hilft den Schmerz zu lindern?
00:25:31: Ich brauche Halt.
00:25:32: Ich muss für mich vielleicht eigene Rituale finden, dass ich dieses Schmerz kanalisieren kann und rausgeben kann.
00:25:39: Also das kann der Spaziergang sein, das kann den Besuch zum Grab sein, es kann das Schreiben sein Es kann der Austausch einer guten Freund oder Freundin sein.
00:25:48: Ich muß für mich Wege finden.
00:25:49: Jemanden, der es vielleicht aushalten kann.
00:25:51: Das ist meistens der beste oder die beste Freunde.
00:26:00: Wie unter Drogen geschrieben.
00:26:03: Das ging dann über Stunden und ich habe aufgeguckt, da waren auch noch fünf, sechs Stunden waren vorbei und ich hab es nicht mitgekriegt.
00:26:08: Aber das war für mich ein Weg... ...für mich einen Ausgang zu finden um diese Trauer zu verarbeiten.
00:26:18: Ich habe einmal ein Interview gemacht geführt mit einer Auch ganz tollen Frauen, Mächthil Schröter Ruhpiper die auch viele Bücher über das Trauern geschrieben hat und auch in Gelsenkirchen dass Lavia Trauerhaus hat.
00:26:30: Und auch sehr viele Selbsthilfegruppen dort anbietet für wirklich auch sehr spezielle Fälle also Kinder deren Eltern sich umgebracht haben Menschen wo junge Witwen... Also für alle.
00:26:41: wirklich da gibt es ganz ganz viel Gleichgesinnte quasi.
00:26:46: Sie hatte in der Küche in diesem Trauer Haus große, gleichgroße Gläser stehen und da waren Kugeln drin.
00:26:58: Und in dem einen Glas die drei Gläsern waren gleich groß oder es waren so unterschiedliche Trauermodelle.
00:27:04: also im einen Glas waren einfach Kugel drinnen und dann in den zweiten weniger kugeln und in den dritten noch weniger kogeln.
00:27:11: Sie hat mir damals erzählt das ist das was Menschen sich so vorstellen.
00:27:14: die Trauer wird im Laufe der Zeit immer weniger.
00:27:17: Das ist aber nicht so.
00:27:19: Dann hatte sie ein anderes Modell.
00:27:21: Ich muss kurz überlegen, damit ich es auch richtig ohne dass man's jetzt sehen kann.
00:27:24: Versteht?
00:27:26: Genau!
00:27:27: Es war ein großer Stein aber in unterschiedlich großen Gläsern drin.
00:27:33: und sie hat gesagt die Trauer bleibt Aber das Leben drum wird mehr so.
00:27:39: also auch nach langer Zeit wirst du diesen Menschen immer vermissen weil er hat einen Platz in deinem Leben gehabt der ist nicht wiederzukriegen.
00:27:49: aber alles andere was du Erlebst, alles Schöne.
00:27:53: Das wird mehr aber die Trauer bleibt so.
00:27:55: das fand ich interessant.
00:27:56: dass auch mal so einmal zu sehen sozusagen das man denkt es geht schon weg nein das geht nicht weg ist ja auch was Schlimmes was passiert.
00:28:03: Trauer
00:28:03: wird immer bleiben.
00:28:04: das sage ich meinen Leuten auch und hat mächtelt auch völlig recht.
00:28:07: Wir müssen gucken dass wir die Trauern bei Trauer im Leben einen
00:28:10: Ort geben
00:28:11: Und sie kommt regelmäßig wieder.
00:28:12: also ich nehme über mir immer die alte Dame die mir dann die Kuchen weg frisst Die bleibt dann zwei drei Tage aber sie geht auch wieder weil sie noch andere Sachen zu tun hat.
00:28:20: So sehe ich das bei mir immer und dann ist es so!
00:28:23: Und ich muss in meinem Leben lernen, damit umzugehen, dass ich Phasen habe wo's mir einfach vielleicht nicht gut geht.
00:28:30: Das heißt aber auch, dass man umfüllt, es weiß... Dass ich immer wieder mal Tage dazwischen hab, heute bin ich eben nicht gut drauf.
00:28:37: Ja, da ist das so.
00:28:38: Morgen geht schon wieder besser.
00:28:40: Glauben Sie, dass wir auch in der Gesellschaft die wir gerade haben, wo alles immer optimiert wird und verbessert wird verschönert wird?
00:28:48: dass wir nicht mehr noch weniger bereit sind für negative Gefühle und Aushalten, als wir es vielleicht vorher schon nicht mehr waren.
00:29:03: Also fällt unser Schwere aushalten?
00:29:05: Ja,
00:29:06: ihr könnt nicht mehr aushalten.
00:29:07: Das merkt man ja wie ich sage mal auch ganz einfach belastbarkeit geht bei vielen gar nicht mehr obwohl ich mir manchmal denke halt stelle dich nicht so an aber da merke ich komme auch schon wieder aus einer anderen Generation.
00:29:20: Nee, geht nicht mehr.
00:29:21: Es wird immer oberflächlicher und ich glaube dass das ein Problem ist und deshalb haben wir auch wenn man es in dem Preis weiter schließen öffnen wir ja gerade die Tür für radikale um einfach die Leute abzuholen weil die einfache Lösungen generieren vermeintlich Und ihr holen mich dann.
00:29:36: aber Leben ist nicht einfach.
00:29:39: Das ist etwas, was wir alle akzeptieren müssen.
00:29:41: Und gucken und unsere Wege finden, damit wir damit umgehen können.
00:29:45: Die Hoffnung nicht verlieren, dass es besser wird.
00:29:47: Dass man weiß die Dame kommt, die ist jetzt zwei Tage da vielleicht auch drei aber dann geht ihr ja wieder.
00:29:51: Aber die Erfahrung muss man erst mal machen das sie tatsächlich wiedergeht weil am Anfang denkt man die bleibt jetzt.
00:29:56: Richtig genau!
00:29:56: Die hat sich da jetzt eingenießt hier.
00:29:58: Die Angst ist erstmal da und das muss ich lernen und das ist alten Prozess.
00:30:03: wenn Frauen vielleicht jetzt zuhören, die sagen für meinen Mann wäre das mal was.
00:30:08: Weil da ist vielleicht keine Ahnung und die Mutter oder der Bruder oder so gestorben und ich merke dann müsste eigentlich etwas passieren.
00:30:13: wie könnte ich denn mein Partner anstupsen?
00:30:15: Oder mein Bruder anstupsen dass sie vielleicht dazu kommen oder muss das immer von selbst kommen?
00:30:23: Letztendlich ist er jeder für seine Trauer erstmal eigen verantwortet.
00:30:25: Jeder is ja nicht entmündigt.
00:30:27: Das heißt er ist immer für seinen Verhalten und seine seine Verarbeitungsprozesse selbst verantwortlich.
00:30:32: Ich würde in dem Fall gar nicht einmal so sehr an den Trophen selber herangehen, sondern würde im Umfeld gucken ob es ein Nahestehenden gibt dem er sich sehr anvertrauen kann.
00:30:42: Würde mit dem das Gespräch suchen.
00:30:44: vielleicht tauscht er sich mit dem ja schon aus.
00:30:47: Weiß ich das, weiß ich aber
00:30:49: gar nicht.
00:30:49: Ja stimmt der wird ja nicht drüber sprechen
00:30:50: Genau!
00:30:51: Das ist wie das Beispiel von den Menschen der sich da hätte in einer Gruppe outen können was er nicht getan hat.
00:30:57: Das weiß ich ja nicht.
00:30:58: findet das Gesprächen woanders statt?
00:31:00: Auch da wieder als Beispiel Meine Frau gestorben ist und die kleinen Kinder da waren.
00:31:05: Hab ich auch gedacht, wie verarbeiten sie das?
00:31:08: Wie machen die das?
00:31:09: Und irgendwann bin ich... hab ich's raus gekriegt weil ich die Mütter mit einbezogen habe von deren Kinder oder mit denen Kindern meinen Widergang gespielt haben.
00:31:20: Und meine Kinder haben es ja mit ihren Freunden und Freundinnen gemacht, die im gleichen Alter waren.
00:31:25: Die haben mit denen gesprochen!
00:31:27: Wir haben mit mir über viele Themen gar nicht gesprochen, aber Sie haben es mit Ihrem eigenen Piergruppe dann besprochen und sind darüber großen Schritt weitergekommen.
00:31:36: Hin und wieder haben auch die anderen Mütter einmal mit drauf geguckt.
00:31:39: Das fand ich ganz spannend!
00:31:40: Es hat sich ein System entwickelt von dem Ich nur marginal was mitbekommen habe obwohl ich eigentlich als Vater in den Zentrum der Kinder stand.
00:31:48: Und trotzdem war das Dorf wie der alte Spruch Dörfer erziehen Kinder oder das Dorfe erzieht das Kind.
00:31:54: weil die Gruppe im Dorf da die dann mit meinen Kindern gearbeitet hat, was ich hoffentlich gar nicht mitbekommen habe.
00:32:02: Das fand ich spannend!
00:32:03: Dass das in Teilen ein Selbstläufer ist natürlich auch um die Kinder mit mir auf das Gespräch gesucht.
00:32:07: Gar keine Frage aber sie haben es auch auf ihre eigenen Wege
00:32:10: gemacht.
00:32:11: Man isst dann auch ein bisschen nicht nur hunderttausend Prozentchen der Verantwortung sondern es machen auch andere, übernehmen auch andere.
00:32:17: Da hätte ich aber noch mal eine Frage zu.
00:32:20: So einer Situation wo man selber trauert aber man hat Kinder als Eltern Man fühlt sich natürlich für sie verantwortlich und man denkt auch, ich muss ihnen helfen.
00:32:31: Meine ganzen Kindern helfen!
00:32:33: Wie kriegt man die Balance hin?
00:32:36: Also dieses Verantwortungsgefühl vielleicht könnte ich mir vorstellen.
00:32:40: Traut man sich am Anfang nicht selber diese Trauer zuzulassen weil man stark sein will für die Kinder?
00:32:46: also wie ist dieses Equilibrium quasi am besten?
00:32:50: Der Prozessor meiner Frau war ja jetzt einer, der sich über zweieinhalb Jahre hingezogen hat.
00:32:53: Das hat mir einen gewissen Vorteil gegeben, weil ich er schon in Teilen drüber nachdenken konnte und meine Idee war nur oder war die ganze Zeit wir schaffen das nur im Team!
00:33:02: Das heißt... Ich kann nicht als der Vater da vorne weggehen und sagen Lauf ins Recht zu laufen, links machen es das, wir machen das.
00:33:09: Wir entscheiden im Team was für uns am besten ist.
00:33:12: Das heisst, für mich aber auch werde ich diese Führungsposition Ein Stück weit abgebe und nur noch ein Teil des Teams bin, muss das Team auch wissen dass es mir auch scheiße geht.
00:33:21: Das heißt ich habe natürlich auch die Tränen frei lauf lassen und die Kinder haben mal gestanden und gefragt Papa geht's ja heute nicht gut?
00:33:28: Und ich sag naja heute gehts mir nicht gut!
00:33:30: Es war okay für die Kinder und sie haben es gelernt damit umzugehen dass auch der Vater schwach ist und nicht immer alles lösen kann.
00:33:37: gerade Und dann standen die Kinder dann häufig da, wenn ich mal mich auf die Couch gelegt habe.
00:33:41: Ich sagte heute geht gar nicht.
00:33:42: und dann stand sie neben mir und hatten das Toast-Buch-Hotel fertig.
00:33:44: Man sagt aber ein bisschen Essen musst du schon heute Papa?
00:33:47: Und dann merkt man es funktioniert.
00:33:49: Dann sind die Kinder wieder diejenigen, die einmal auffangen und auch ein Stück weit als Eltern die Verantwortung abzugeben zu sagen Die Kinder sind nicht aus Watte.
00:33:59: Ja!
00:34:00: Die können ganz viel aushalten und wenn die merken die Eltern sind mal schwach übernehmen vielleicht gerade für ein paar Minuten die Kinder mal.
00:34:05: die Führung ist okay
00:34:07: Das ist eine Beziehung auf Augenhöhe.
00:34:10: Genau,
00:34:12: ja.
00:34:13: Ich könnte mir vorstellen, dass das oft am Anfang auch eine treibende Kraft ist.
00:34:18: Jetzt muss ich aber trotzdem alleine weitermachen und alles wuppen usw.
00:34:21: Und das ist natürlich auch eine wahnsinnige Herausforderung und Verantwortung, die man hat in einem Prozess wo man Hilfe braucht.
00:34:26: Man
00:34:26: kann eigentlich
00:34:27: gar nichts machen.
00:34:28: Wie soll ich das dann alles schaffen?
00:34:29: Ja
00:34:30: richtig!
00:34:31: Mega interessant.
00:34:32: Ich habe heute so viel über Männer herausgefunden und jetzt gehen mir im Hinterkopf so Lichter auf, muss ich nochmal neu nachdenken?
00:34:39: Und auch vor allem für mich eben nicht so bewerten weil ich denke immer mal es kann nicht sein Leute dass ihr das nicht in einem Wochenende so herausbucht.
00:34:46: Ne es war einfach anders.
00:34:48: die Erwartungen, die Gegebenheiten sind anders und die brauchen's auch
00:34:51: anders.
00:34:52: Ja genau!
00:34:54: Es gibt von Edith Stein einen Spruch, der im vorletzten Jahrhundert gelebt hat.
00:34:57: Er sagte, wir Männern und Frauen passen nur deshalb zusammen wie unterschiedlich sind.
00:35:00: Und das ist gut so!
00:35:01: Wenn wir nicht unterschiedlich wären können wir uns nicht ergänzen.
00:35:04: dann können wir aber auch die Fehler des anderen nicht ausbibeln weil es vielleicht besser kann in dem Moment.
00:35:08: Und wenn wir alle gleich werden doppeln wir immer alles nur.
00:35:11: Das heißt wir haben keinen Mehrwert.
00:35:13: Und deswegen verstehen wir uns häufig auch nicht.
00:35:16: und dann müssen wir aber miteinander sprechen und rausfinden woran liegt's jetzt
00:35:21: gerade?
00:35:24: Wenn man Kontakt zu ihnen haben möchte, wenn man was von ihnen lesen möchte.
00:35:27: Wenn man sie erleben möchte wie findet man den Kontakt zu ihm?
00:35:31: Am einfachsten ist es sicherlich über die Internetseite www.MartinKreuz.de.
00:35:35: das ist am sicherlich am einfachsten und von daraus geht's alles weg zum links weiter.
00:35:39: Man findet mich aber auch ganz normal in sozialem Medien Facebook Instagram diese gängigen Medien.
00:35:43: da bin ich auch überall.
00:35:45: meistens findet irgendwas täglich statt auf diesen Seiten.
00:35:49: Das ist wahrscheinlich der
00:35:50: einfachste Weg.
00:35:51: durch ihre Arbeit und die Beschäftigung mit dem Thema Trauer bei sich, auch in ihrer Familie.
00:35:58: Fühlen Sie sich gefeiter vor einem möglichen Schicksalsschlag?
00:36:02: Also denken sie ich weiß wie es geht wenn noch mal passiert oder wie ist Ihr Gefühl für in dieser Ebene quasi?
00:36:10: Ich habe das Gefühl dass mir eigentlich nichts mehr passieren kann so ich weiß Wie tief damals dieses Tal war wo ich durch musste mit den Kindern und ich weiß nicht damals gefühlt habe Und es kann mich nix mehr schocken.
00:36:24: Das hat aber auch zur Folge, dass viele Sachen für mich keine Priorität mehr haben.
00:36:28: also natürlich habe ich ein kleines Häuschen aus Friesland und fühle mich da total wohl.
00:36:33: Ich weiß aber letztendlich auch das mir eigentlich einen Rucksack reicht Und ich einfach andere Dinge habe die mir viel viel wichtiger sind die jederzeit in einem rucksack packen kann.
00:36:41: alles ist gut.
00:36:44: Das ist das was sich für mich daraus gelernt habe.
00:36:47: ich brauche nicht mehr viel Ich brauche auch keine Luxusdenken oder solche Sachen.
00:36:52: Das hat sich daraus entwickelt und ich habe wenig Sorge vor Sachen, die passieren weil ich weiß, sie finden eine Lösung.
00:37:00: Das ist ein schönes Gefühl?
00:37:01: Ja es ist auch ja!
00:37:03: Man wird ruhiger man dreht nicht mehr ganz so schnell durch.
00:37:05: natürlich drehe ich immer noch ab und an mal durch gar keine Frage.
00:37:09: aber im Summe betrachtet bin ich glaube ich heute etwas ruhiger
00:37:13: was glaube ich auch grundsätzlich Gutes in den Zeiten, in denen wir leben.
00:37:16: Einfach verrückte Menschen an wichtigen Positionen sind und man kann die nicht beeinflussen.
00:37:21: Man muss nur gucken wie man damit klarkommt.
00:37:23: Ja genau!
00:37:23: Man denkt so morgens wenn man aufsteht alle
00:37:25: kloppt.
00:37:26: Das heißt Resilienz?
00:37:28: Also haben Sie eine große Resilience geschaffen und wissen dass sie... Es hat Ihnen die Gewissheit gegeben, Sie kommen klar.
00:37:34: Ich komme klar
00:37:34: ja.
00:37:36: Vielen Dank.
00:37:37: Gerne
00:37:38: Tolle interessante Eindrücke, viele Informationen und mir gefällt auch.
00:37:43: Ich bin zwar Journalistin geworden aber ich wäre eigentlich... Auch Tierarztin geworden, mein Vater war Tierarst und bis ich vierzehn war wollte das.
00:37:49: Also Biologie interessiert mich will ich damit sagen und mir gefällt dass sich das damit erklären lässt auch.
00:37:55: Das finde
00:37:55: ich gut.
00:37:56: Andere Länder sind da viel weiter.
00:37:57: in Amerika gibt es die evolutionäre Bio-Psychologie.
00:38:01: Da guckt man wie biopsychologisch vor hunderttausend Jahren eigentlich funktionieren mussten um mit dieser Zeit zu überleben.
00:38:07: Die denken
00:38:08: viel
00:38:08: mehr über den Tellerrand hinaus.
00:38:09: sie versuchen Fachbereich miteinander zu vernetzen, um eine Problematik sich anzuschauen.
00:38:16: Das ist ein Ansatz, den wir in Deutschland noch gar nicht in dem Maße haben.
00:38:19: Da sieht man allein an Universitäten die zu Trauer ausbilden sind alle Kirchen gebunden in Deutschland.
00:38:26: Das heißt, sie gucken alle aus der psychologischen und sociologischen Sichtweise auf das Thema Trauer inklusive Regionen.
00:38:32: Wenn ich nach Groningen gehe, habe ich ein Trauer-Institut.
00:38:35: die gucken aus Medizin-, Evolution-, Biologie-, Soziologie aus allen Seiten da drauf und sagen was brauchen wir für diese Menschen?
00:38:42: Das heißt wir brauchen eigentlich einen holistischen Ansatz weil es nicht ein Thema ist was sich nur von einer
00:38:47: Seite... Natürlich nicht!
00:38:49: Das sind andere Länder.
00:38:50: aber weiter
00:38:51: Ja, wir packen euch die Infos zum Thema und zu Martin Kreuz in die Informationen rein.
00:38:58: Danke erst mal wirklich für das tolle Gespräch.
00:39:00: Danke euch fürs Zuhören!
00:39:03: Wie gesagt, Infos findet ihr in den Show-Notes.
00:39:05: Wir schreiben auch noch was und werden auch noch etwas bei Insta zeigen.
00:39:09: So ein paar kleine Details aus diesem schönen Gespräch... Danke fürs Zuführen!
00:39:14: Ich hoffe es hat euch was gebracht.
00:39:17: vielleicht wenn die eine oder der andere in der Situation ist wo der Bauch vielleicht schon ab und zu mal gesagt hat, ein Muster vielleicht mal drauf gucken.
00:39:25: Vielleicht habt ihr einen kleinen Impuls bekommen, dass es euch besser gehen könnte oder erkennt jemanden, der in einer Situation ist und ihr könntet da vielleicht durch eine kleine Info oder sowas helfen.
00:39:35: das wäre schön.
00:39:36: wenn euch diese Folge gefallen hat freuen wir uns über einen netten Kommentar oder über ein paar Sternchen oder über eine weitere Empfehlung.
00:39:42: Wenn ihr Themenvorschläge habt freue ich mich sehr.
00:39:44: bitte meldet euch Einfach über Instagram oder auch über die Homepage www.nicole-Nötzel.de.
00:39:50: Ich freue mich immer über eure persönlichen Geschichten und das, was euch bewegt Und wenn ihr etwas erlebt habt und es hat euch sehr geholfen dann kann es auch anderen helfen Wenn man's hört und wer man drüber spricht.
00:40:01: Danke bitte.
00:40:02: niemals vergessen Ihr Eltern Auch die Papas!
00:40:05: Ihr seid die wahren Superhelden Bis bald.
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