#190 How to family?

Shownotes

Alex Klobouk hat zwei Kinder und ist Autorin und Illustratorin. Ihr aktuelles Buch heißt "We are Family" und darin beschreibt sie alle Fallstricke, die das Elternwerden betrifft. Nicht als böse Mahnung, sondern als ehrlicher liebevoller Ratgeber - von Mutter zu Mutter. "Frisch gebackene Eltern rennen unvorbereitet ins Verderben", erklärt sie mit einem Augenzwinkern. "Und hierbei möchte ich helfen." Fakt ist: wenn Frauen Mütter werden, sind sie nicht mehr derselbe Mensch wie vorher und werden es auch nie mehr. Da sich das ganze Leben ändert, ist es wichtig, sich neben der Freude auf das neue Leben mit seinem Partner auf ein neues Zusammensein vorzubereiten - um genug Kraft für die neuen Herausforderungen zu haben. Mehr zu Alex Klobouk findet ihr unter www.alexandraklobouk.com oder auf Insta: @alexandra_klobouk

Transkript anzeigen

00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mama La Pap.

00:00:09: Heute freue ich mich sehr auf Alex Klobuk, ich hoffe, ich habe den Namen richtig ausgesprochen!

00:00:14: Sie ist Autorin und Illustratorin und sie hat ein ganz tolles neues Buch geschrieben.

00:00:18: das heißt We Are Family Und wir können das alle brauchen und warum?

00:00:21: Das erzählen wir uns ja dann euch in der nächsten halben Stunde.

00:00:23: Alex, ich freu mich sehr dass wir die Zeit gefunden haben zu sprechen.

00:00:27: Ich auch!

00:00:29: Ich freue mich auch sehr.

00:00:30: vielen Dank.

00:00:31: So

00:00:32: we are family.

00:00:33: Das trifft wahrscheinlich für, keine Ahnung, neunundneinzig Prozent der Zuhörerinnen hierzu.

00:00:40: Was?

00:00:40: Worum geht's in deinem

00:00:41: Buch?

00:00:41: Also mein Buch ist quasi aus Erkenntnis geboren, dass wir alle die Eltern werden und gewarnt und vorbereitet in unser Verderben rennen.

00:00:51: wenn ich das jetzt mal so überspitzt darstellen darf weil ... Alle Leute, die schon Kinder haben, werden wissen, dass es immer wieder die gleichen Herausforderungen sind vor denen stehen oder über die wir stolpern, oder vielleicht sogar an denen wir scheitern.

00:01:08: Nämlich Schlaf, genussorientierte Erziehung – was bedeutet das überhaupt?

00:01:13: Oder der Leistungsanspruch, der von außen an uns herangetrieben getragen wird und den wir selber internalisiert haben als Eltern?

00:01:20: Mental load, Geld, Zeit... Das Netzwerk, das ist im schlimmsten Fall nicht gar nicht gibt.

00:01:28: Das Unterstützende und natürlich was wird eigentlich aus unserer Beziehung wenn wir Eltern werden?

00:01:34: Und ich bin vor acht Jahren das erste Mal Mama geworden.

00:01:40: Es war, sagen wir mal es war nicht ganz einfach und dann habe ich angefangen zu recherchieren was es denn leichter machen kann und ich hab so viel gefunden Anlösungen an tollen Ideen an sehr praktischen Tipps.

00:01:53: Wieso sagt einem das denn keiner bitte vorher?

00:01:57: Wieso wird uns zur Geburt gratuliert und dann werden wir so ein bisschen allein gelassen, weil man könnte doch eigentlich einen Elternvorbereitungskurs machen in dem man all diese Herausforderungen schon mal anspricht.

00:02:11: Und die ganzen Lösungen, die es ja schon dazu gibt einfach zur Verfügung stellt?

00:02:16: und da es das tatsächlich noch nicht gibt habe ich mir gedacht wenn ich Autorin Illustratorin und Mutter bin, sollte ich das doch machen.

00:02:26: Was waren für dich die heftigsten Herausforderungen in der Umstellung als Menschfrau zur Mutter?

00:02:36: Ich glaube ... Ich war Mitte dreißig Mutter geworden.

00:02:40: Wir jetzt sehr viele!

00:02:41: Und da sind wir ja schon sehr viel Mensch geworden.

00:02:44: Da hatten wir schon sehr viele Zeit irgendwie uns in unserem Leben einzurichten.

00:02:48: Und die Falle, in die wir alle immer wieder tappen ist so diese Vorstellung.

00:02:54: Ja, wir haben dann Kinder aber unser Leben geht ja weiter und wir wissen einfach nicht dass wir nie mehr dieselbe Person sein werden.

00:03:01: also wir doch laufen tatsächlich eine Transformation, die in so vieler Hinsicht passiert Körperlich als Mütter, aber auch als Eltern.

00:03:11: Auch Väter haben enorme hormonelle Umstellungen.

00:03:14: Je mehr sie involviert sind, desto mehr sozial natürlich zeitlich spirituell gesellschaftlich also alles eigentlich alles alles ändert sich und ich habe irgendwie gedacht irgendwann wird es dann wieder normal.

00:03:33: Aber das passiert natürlich nicht.

00:03:36: Und glaube ich, das allergrößte Schwierigste am Anfang war für uns der Schlaf.

00:03:42: Weil unser Sohn wirklich gefühlt gar nicht geschlafen hat – was natürlich nicht stimmt aber es hat sehr viel Energie gekostet.

00:03:52: und dann kam quasi die Klassiker Mental-Load und keine Zeit mehr haben miteinander irgendwie zu checken in Verbindung zu gehen.

00:04:04: Ja und das geht ja auch nicht nur, man denkt ich weiß noch wie ich mich am Anfang immer so oder ich habe immer gedacht.

00:04:09: Am Anfang dass mit dem Schlafen ja das ist am Anfang aber das zieht sich ja Jahre durch.

00:04:16: also es ist ein Thema.

00:04:17: je nachdem wie die Kinder schlafen isst die einschaft begleitung und manchmal wenn dann auch andere Lebensphasen sind, da bringt man Stunden in der Woche und in einer kostbaren Zeitphase auch für Eltern.

00:04:27: Wo man eigentlich keine Lust mehr hat, Energie reinzustecken.

00:04:30: Aber das ist so ein Teufelskreis, weil das Kind soll ja schlafen.

00:04:32: Man will aber Entschwandte sein also.

00:04:34: Blöde Maschinerie!

00:04:35: Und dass das wirklich Jahre dauert und dafür extra Energie irgendwo herholen muss.

00:04:41: Jetzt hast du gesagt, du hast recherchiert für dich selbst?

00:04:45: Du hast viele gute Lösungen gefunden.

00:04:47: Kannst du uns ein paar verraten?

00:04:48: Also beim Schlaf ... Vorweg muss ich sagen, wir hätten uns viel früher Hilfe holen sollen.

00:04:56: Weil wir haben gedacht Wir müssen das irgendwie durchstehen obwohl von Anfang an klar war Schlaf ist wirklich so unsere Architektiverse.

00:05:04: Aber dann waren wir so überfordert mitten drin und so schlaf sleep deprived Wie gesagt man?

00:05:12: Übermüdet dass wir gar nicht mehr auf die Idee gekommen sind Dass man ja auch von außen Hilfe holten könnte.

00:05:18: Und Bei unserer Tochter haben wir uns dann an eine Schlafcoachin gewendet und das hat schon mal sehr, sehr viel besser gemacht.

00:05:26: Die Methode die diese Schlaf-Coaching uns erzählt hat habe ich tatsächlich auch in das Buch mit hineingenommen.

00:05:34: und dass es quasi einschlafen lernen begleiten der Kinder ohne dass mir die Kinder schreien lässt weil wir den Anspruch hatten bindungsorientiert unsere Kinder nicht einfach scheinen zu lassen bis sie aufgeben und merken, es kommt sowieso keiner.

00:05:53: Und das ist quasi eine Möglichkeit die ich in den Zug mit reingenommen habe.

00:05:57: was wir aber auch überhaupt nicht wussten ist dass wir unserem Kind eigentlich vermitteln müssen, dass alles gut ist weil wir ja als jungen Eltern völlig aufgeschreckt wie die Hühner und natürlich auch total übermütet alles versucht haben um dieses kind endlich zum schlafen zu bringen und alle fünf minuten etwas neues Weil das hat ja nicht geklappt, also haben wir das andere probiert.

00:06:22: und dann noch was.

00:06:23: Und was uns nicht bewusst war, weil dass unser Kind eigentlich einen Fels in der Brandung gebraucht hätte, der kommuniziert alles ist gut da tut jetzt was weh oder du bist verwirrt oder du weißt nicht ob Tag oder Nacht ist egal alles ist Gut und Wir sind für dich da und Du kannst dich auf uns verlassen und Du Kannst hier an uns beruhigen.

00:06:46: Da wir aber nicht beruhigt waren, hat unser Kind natürlich gedacht.

00:06:49: Oh Gott!

00:06:50: Was ist denn hier los?

00:06:51: Es hat keiner einen Plan.

00:06:53: Dementsprechend aufgeregt bei unserer Kind weil es ja logischerweise schlau wie diese kleinen Kinder sind sich an den Bezugspersonen orientiert.

00:07:01: Wenn wir die aufgeregten dann muss irgendwas Schlimmes passiert sein und so ging das quasi jede Nacht.

00:07:06: Und wenn wir alleine gewusst hätten Wir müssen unglaublich langweilig sein in der nachts die absolute Sennruhe kommunizieren, dann wäre es bestimmt für unser Kind viel leichter gewesen sich zu denken.

00:07:21: Wenn die ruhig sind, gibt's vielleicht gar keinen Grund sich so

00:07:25: aufzudrücken.".

00:07:27: Das heißt in diesem Punkt hast du herausgefunden dass es eher wichtig ist, gar nicht so sehr... dem Kind Tools zu geben, sondern dass man eher sich selber also auf sich selber achtet und beziehungsweise selber die Ausstrahlung der Energie da sich darum kümmert.

00:07:44: Dann das hat dann als Konsequenz auch einen Effekt auf das Kind.

00:07:50: Genau!

00:07:50: Und das ist natürlich beim Schlafen so.

00:07:52: aber es ist ja im Prinzip in jeder Beziehung so.

00:07:56: gerade wir Eltern mit unseren Kindern müssen... co-regulieren unsere Kinder.

00:08:04: Das bedeutet, wir helfen unseren Kindern seine Gefühle zu regulieren.

00:08:11: Das machen wir als Erwachsene auch.

00:08:14: aber mit Kindern ist das quasi noch viel wichtiger und viel unmittelbarer weil die sicher ultimativ auf uns beziehen.

00:08:20: also wenn ein Kind aufgeregt ist auch tagsüber und die Bezugspersonen ist ruhig dann wird das Kind nach und nach sich an dieser Bezugsperson orientieren, weil das ja quasi ... Besonders wenn die Kinder noch so klein sind.

00:08:38: Die ganze Welt ist ja die Mama oder der Papa oder die Person, die sich um dieses Kind kümmert.

00:08:44: Genau und diese Co-Regulation braucht natürlich erst mal die Möglichkeit, sich selbst zu regulieren.

00:08:53: Und dafür wichtig zu schlafen!

00:08:55: Das ist natürlich ein ganz rieser Teufelskreis.

00:08:59: Aber wenn wir das gewusst hätten, dann glaube ich hätte uns das schon sehr viel mehr Klarheit gegeben und wir hätten uns immer wieder daran erinnern können.

00:09:09: Und den anderen irgendwie süßen Fehler, denen wir gemacht haben war dass wir solidarisch nicht mitgeschlafen haben was aus dem Überblick erstaunlich naiv ist, aber irgendwie mein Mann hat so mit uns gelitten das wir nicht schlafen konnten und er dachte immer er müsste uns irgendwie unterstützen durch seine Präsenz.

00:09:30: Das bedeutet dass er auch völlig fertig war!

00:09:33: Und wenn wir viel früher angefangen hätten wirklich ein vernünftiges Schichtensystem zu haben eine Person schläft die andere kümmert sich ums Kind und umgekehrt dann wären wir wenigstens zur halben Erholung gekommen und hätten natürlich auch viel mehr die Möglichkeit behalten und selbst regulieren.

00:09:49: Thema Schlaf, auf jeden Fall ein wichtiges Thema.

00:09:53: Und da sich auch schon früh Hilfe holen beziehungsweise früh... Ich glaube das es auch gut ist, früh beim Kind anzufangen wenn es das nicht selber macht.

00:10:03: ich habe zwar immer auch gehört und also eine Freundin von mir hat wirklich so einen Baby gehabt dass einfach geschlafen hat wenn's hingelegt wurde quasi ja aber alle anderen also neun neunzig Prozent der Menschen die ich kenne ihre Kinder begleiten und wir reden von ganz am Anfang mit zum Beispiel stillen oder dann ein irgendwie Hilfe wie ein Schnuller.

00:10:25: Und dann schnulle Abgewöhnung ist auch nochmal wieder eine Phase, wenn es der Schnulller ist oder der Daumen oder was auch immer.

00:10:29: also ja das ist ein Riesenthema und da gibt's viele Möglichkeiten.

00:10:32: ich glaube auch hier früher man damit anfängt weil es hat mir zb auch immer Ich finde dass einen guten Satz Dass man weiß oder sich

00:10:40: gewiss ist

00:10:41: dass das Kind das kann Jedes Lebewesen kann schlafen.

00:10:44: Wir müssen ihm nur ermöglichen, dass seine Art des Runterfahrens, sich regulieren, es einfach zu finden so.

00:10:55: Das ist

00:10:56: total wichtig!

00:10:57: Okay, Schlafen haben wir?

00:10:59: Was ändert sich noch, wenn man Familie wird?

00:11:02: Ähm... alles.

00:11:05: Also als Paar ist man ja zwei Personen die ... Aktuell ist es sehr häufig so, dass beide im Berufsleben stehen.

00:11:17: Ihre eigenen... ihre Parallel-Leben mit Sozialleben und so weiter haben Sport

00:11:22: usw.,

00:11:24: aber wir können uns Zeit füreinander nehmen, und zwar wenn wir uns dafür entscheiden weil wir das priorisieren.

00:11:30: Das heißt, wir können irgendwie vielleicht Pärchenabende machen oder wir können regelmäßige Gespräche führen oder so.

00:11:35: Wenn man dann Familie ist, ist man nicht mehr selbstbestimmend, weil dann plötzlich die Bedürfnisse eines anderen Menschen was jetzt wirklich nötig ist.

00:11:47: Und dementsprechend gab es einfach für uns kaum mehr Möglichkeiten, miteinander in Verbindung zu kommen und wir haben zum Beispiel uns sehr co-reguliert indem wir viel gekuschelt haben.

00:12:07: Auf dem Moment, wo aber unser Baby da war haben wir irgendwie keine Zeit mehr gefunden oder unser Kind war im Familienbett und lag zwischen uns.

00:12:16: Und plötzlich war so unser Konflikt-Lösungstool sozusagen weg!

00:12:21: Das geht in allermeisten Paaren glaube ich so dass es einfach keine Zeit mit gibt.

00:12:27: abends ist man müde.

00:12:30: Es gibt sowieso so wahnsinnig viel zu tun, weil man plötzlich von zwei Leben in eine Symbiose gehen muss.

00:12:38: In gewisser Hinsicht.

00:12:39: Eine auch erzwungene Symbieuse und dann natürlich noch die unterschiedlichen Bedürfnisse des Paares zusammenkommen.

00:12:48: also das kommt dann auch... Das geht dann schon in Richtung Mental Load wo wir bestimmt auch gleich darüber reden.

00:12:53: aber jetzt nochmal kurz den Pan.

00:12:58: Ich in dem, ins Buch mitreingenommen habe.

00:13:00: was ich einen total sinnvollen Ansatz finde ist erst mal sich zu fragen.

00:13:05: Was erwarte ich eigentlich von meiner Beziehung?

00:13:07: Muss diese Person alles auf der Welt für mich sein oder ist es eigentlich eine Person mit der ich gewisse Schnittmengenteile und ganz starke Verbindung und andere Sachen aber die ich quasi mit anderen Leuten oder in anderen Bereichen irgendwie ausleben kann?

00:13:24: Und dann, wie kommen wir eigentlich miteinander in Verbindung?

00:13:27: Wie sprechen wir eigentlich miteinander, dass wir uns überhaupt hören können.

00:13:31: Wenn wir uns anschreien, können wir uns gar nicht hören weil wir in den Alarmodus kommen.

00:13:35: Wie lerne ich Wünsche und Bedürfnisse voneinander zu unterscheiden?

00:13:40: also wenn mein Mann sich von mir wünscht den Käse aus dem Supermarkt mitbringen und ihn dreimal nicht mitbringe.

00:13:47: Und er stinksauer mit mir ist oder sich total verletzt fühlt, geht es dann wirklich um die Käse?

00:13:51: Oder geht's eigentlich um das Bedürfnis des Gesehenwerdens?

00:13:55: Genau!

00:13:56: Was ich super hilfreich finde in dieser superintensiven Zeit... ...ist dass man sich so ganz kleine Inseln schafft der Begegnung.

00:14:06: Dafür gibt es eine ganz tolle Übungen wo man z.B.

00:14:09: übt miteinander sich empathisch zuzuhören.

00:14:11: fünf Minuten am Tag Funktioniert das eigentlich nur, wenn man es als Routine einbaut.

00:14:17: Und wenn man das genauso prioritisiert wie jeden anderen Termin, wie den Impftermin vom Kind, wie das pünktlich kommen zur Arbeit sonst wird es immer hinten runterfallen.

00:14:27: und wenn die Familie quasi die Pardynamik hinten herunterfällt und die Pardonamik verrutscht dann leidet das ganze System so extrem dass es total sinnvoll ist zu sagen okay diese zehn Minuten komme was da wolle und werden wir uns den Bäcker auf fünf Minuten vorherstellen?

00:14:43: Die erhalten wir uns oder verbinden es mit den Zähneputzen.

00:14:48: Irgendwas, was man auf jeden Fall wirklich jeden Tag macht.

00:14:52: und dann kann man sich natürlich noch irgendwie eine paar Stunden in der Woche einrichten die man eben genauso priorisiert wie ich schaffs gerade noch zum Sport zu gehen oder so Und in diesen Momenten wirklich Verbindung sucht weil das tatsächlich auch Belegterweise als eine Stunde in der Woche reduziert Konflikte um... ...dreißig Prozent.

00:15:21: Oh Gott, ich muss die Zahl in meinem eigenen Buch nochmal nachlesen!

00:15:25: Dreißig bis siebzig Prozent sage ich jetzt mal.

00:15:26: also es ist auf jeden Fall erstaunlich effektiv sich kleinere Inseln einzurichten indem man miteinander eincheckt.

00:15:35: Es gibt sowieso so viele Konflikte.

00:15:37: aber damit man einfach das Gefühl hat ah da ist jemand, wer ist auf meiner Seite?

00:15:41: Wir sind

00:15:41: irgendwo noch die gleichen.

00:15:42: Irgendwo sind wir da noch, ne?

00:15:44: Genau wie wir

00:15:45: uns mal kennengelernt haben.

00:15:46: Ja genau, es

00:15:47: gibt uns noch und eigentlich mögen wir uns Und eigentlich nützen wir im selben Boot.

00:15:51: ja und wir haben jetzt halt nur andere Aufgaben die wir irgendwie miteinander.

00:15:56: Ich habe letztens einen interessanten Begriff gehört von einem amerikanischen Psychologen Familienpsychologen.

00:16:01: der hat den begriff Also, der gibt es im Marital Hatred.

00:16:05: Also wirklich Hass innerhalb der Ehe sozusagen bei langen Beziehungen.

00:16:10: Den gibt's einfach auch.

00:16:11: Wenn man sich liebt und wenn man richtig und dünn gegangen ist... Man würde immer unterschreiben ja wir sind hier richtig gefördert.

00:16:16: Da gibt es existiert auch ein gefülltes Hasses, der hervorkommt und man soll sich da Soll sich da nicht erschrecken, wenn man das empfindet?

00:16:25: Keine Ahnung.

00:16:25: Es liegen die Sorgen schon zum drehundertneunachtzigsten Mal auf dem Boden.

00:16:28: Also diese Sachen ist normal.

00:16:30: Das ist auch interessant, das noch mal zu hören oder zu wissen.

00:16:33: Aber klar ... Ich denke immer, bevor man Eltern wird... Wenn man jetzt schon zwei oder drei Kinder hat, geht man diesen ganzen Zirkus noch einmal bewusst ein und weiß, worauf man sich einlässt was es nicht unbedingt leichter macht.

00:16:47: aber man weiß, wo rauf man dich einlädt.

00:16:49: Wenn man das erste Mal älteren wird, weiß man das ja gar nicht.

00:16:53: Ich hab mir da auch schon so viel Gedanken drüber gemacht, man würde halt nicht die richtigen Fragen stellen.

00:16:57: Woher soll man sie wissen?

00:16:59: Deswegen ist es ja gut, wenn man das noch mal komprimiert in einem Buch lesen kann bevor ... Wenn man Zeit hat dazu, dass man sich ein bisschen einstellen kann.

00:17:08: Das gefühlte Leben wird sowieso dann nochmal anders werden.

00:17:10: aber man ist ein kleines bisschen vorgewarnt und ich glaube, das kann eine Menge bewirken.

00:17:17: Grundsätzlich glaub ich, sich überhaupt gemeinsam hinzusetzen Und mein Buch ist natürlich keine ersetzt, keine Paartherapie.

00:17:27: Aber es gibt einfach... Es gibt wie gesagt super viele tolle Lösungen für ganz viele Probleme die kommen werden und die dann wiederum zu paar Problemen führen weil wir das persönlich nehmen zum Beispiel Mental Load.

00:17:39: Das ist ein perfektes Beispiel dafür also quasi die gedankliche Last die wir tragen wenn wir irgendwie so eine Familie organisieren müssen Die oft sehr sehr oft bei den Frauen liegt, aber in unserem Fall zum Beispiel war es umgekehrt.

00:17:55: Also mein Mann ist der Organisations-Ultra und ich bin die mit ADHS und das ist natürlich eine ganz hervorragende Kombination Und für Mental Load gibt es einfach Lösungen.

00:18:08: also das ist alle verzweifeln daran Aber man kann sich hinsetzen, man kann das organisieren.

00:18:15: Es ist nämlich im Prinzip Project Management.

00:18:21: gucken da mit so einem romantischen Blick drauf und denken uns, wenn unser Partner unsere Partnerin uns liebt dann muss sie doch sich merken können dass ich Teebeutel in der Spüle einfach hasse.

00:18:33: Und wenn sie das wieder und wieder macht, dann ignoriert sie meine Bedürfnisse ganz offensichtlich und irgendwann mal bin ich so stingssauert.

00:18:40: es ist vielleicht zu diesen marital hate oder wie hast du's gesagt?

00:18:44: Genau kommt.

00:18:47: aber Wenn wir uns Mental-Load oder Familienorganisation als Project Management angucken, ganz rational und das echt emotionalisieren.

00:18:58: Dann machen wir das so wie wir es auch in einer Firma machen würden wenn wir zum Beispiel ein neues Team aufstellen oder ein Team zusammenkommt und neue Aufgaben hat.

00:19:09: Es gibt einen Test Der heißt Mental Load & Equal Care Test.

00:19:14: Der ist viele, viele Seiten lang und da ist wirklich jedes kleinste mögliche Aufgabe im Familienalltag aufgelistet.

00:19:25: und es gibt natürlich auch noch viele Zeilen die man selbst auffüllen kann von Fußnägel schneiden über Pausenbrote schmieren bis zu der Geburtstag der Verwandten erinnern.

00:19:39: Und dann kann man diesen Test machen als Paar.

00:19:43: Wie du schon sagst, ist idealerweise wenn man noch schwanger ist und in diesem Pregnancy Honeymoon dieser Schwangerschaftsglücklichkeit, die glücklicherweise in den vielen Paaren sind wo man sich sehr wohl gesonnen ist.

00:19:56: und dann schaut man sich das an und sagt okay jetzt was ist der Stand?

00:20:02: Wer denkt an was und wer macht was?

00:20:05: Oftmals ist es nämlich so dass insbesondere Frauen Dinge denken, also alles auf dem Schirm haben.

00:20:11: Selbst wenn die Männer das dann machen ist es trotzdem quasi immer noch... Ist die Frau immer noch die Head of Project Management und deswegen kann man angreuten wer macht was?

00:20:24: Und wer denkt an was?

00:20:25: Dann macht man diesen ganzen Test durch und am Schluss kann man dann die Zahlen vergleichen.

00:20:29: möglicherweise ist es sowieso gleich aber sehr wahrscheinlich ist es ungleich verteilt und dann verteilt man eben die Aufgaben so nach nach Referenz oder Talent oder einfach chronologisch, dass es gleich ist.

00:20:45: Und dann wird es quasi der nächste Schritt, dass die Person, die sich bis jetzt um eine Aufgabe gekümmert hat, die andere Person einarbeitet – genau wie wenn man jemanden Neues einarbeitete in der Firma.

00:20:58: und da wird sie quasi erst mal gebrieft, wir einigen uns auf einen minimal Also ein gut enough, quasi ein Mini-Konsens wie eine Aufgabe erledigt sein muss.

00:21:13: Dass es für alle in Ordnung ist und dann wird diese Aufgabe sukzessive an die andere Person übergeben.

00:21:20: Am Anfang gibt's natürlich noch eine Einarbeitsphase wo sie sich immer wieder an die Expertin oder den Experten wenden kann und nach einem gewissen Zeitraum, einer wegen drei Monaten hat diese Person dann wirklich den Hut auf, für Wäsche waschen.

00:21:36: Zum Beispiel die komplette Wäschewasch-Erfahrung von Schwiemaschmittel kaufen bis zum Aufhängen oder verwarschende Dinge entfernen.

00:21:52: und genauso wie beim Einarbeiten in der Firma gibt es regelmäßige Termine wo man sich hinsetzt guckt Stimmt das?

00:21:59: Funktioniert

00:22:00: das?".

00:22:01: Also,

00:22:01: d.h.,

00:22:01: man sollte sich so ein bisschen als Eltern in einem Projekt sehen also auch die Aufgaben verteilen ohne Wut oder Schuldzuweisungen bevor es die Aufgabe gibt und dann versuchen wie man's auch an einer kleinen Firma machen würde.

00:22:15: pass auf du hast jetzt folgende Aufgaben ich hab dich eingearbeitet irgendwann machen wir mal eine Kontrolle ob das so gut ist aber du weißt welche Aufgaben zu dir passen.

00:22:23: interessanter Ansatz finde ich.

00:22:25: Ganz grundsätzlich, du hast gesagt, du bist selber Mutter.

00:22:30: Bei deiner ersten Mutterschaft, beim ersten Mal Mutterwerden sind diese ganzen Probleme bei dir erst mal natürlich bewusst geworden wie bei uns allen die Mutter geworden sind.

00:22:39: Jetzt beim zweiten Kind hat es ... Welche Sachen sind einfacher gewesen?

00:22:43: Dadurch dass du sie schon wusstest einfach

00:22:45: Ich war schon Mutter.

00:22:47: Also quasi diese komplette Transformation meines Lebens Die hatte ich schon stattgefunden.

00:22:54: Es kam nur noch ein Kind obendrauf.

00:22:58: Das hat es viel leichter gemacht, sozusagen weil ich schon diese Transformation durchlaufen hatte und weil ich viel entspannter und erfahrener war.

00:23:09: also quasi wieder Stichwort Co-Regulation.

00:23:14: Am Anfang hat das mit dem Stillen nicht so gut geklappt aber ich wusste ja... Ich habe das schon mal hingekriegt.

00:23:21: Es liegt jetzt nicht daran, dass ich das nicht kann oder so.

00:23:25: Und dadurch habe ich meinem Kind anvermitteln können... Das wird schon!

00:23:29: Wir kriegen es schon hin.

00:23:31: Was auch noch geholfen hat war, dass mein zweites Kind gern geschlafen hat.

00:23:36: Also das war einfach glücklich und ich hab auch gewusst, dass Ich zum Beispiel jemand bin der dem Netzwerke total gut tun.

00:23:51: Also mir geht es gut, wenn ich mit anderen Leuten zusammen bin und nicht alleine mit meinem Kind zu Hause sitze.

00:23:58: Und einerseits total überfordert bin und gleichzeitig total unterfordert weil ich niemanden habe, den ich nicht unterhalten kann Sondern dass ich eigentlich jemand bin die sich gerne in Gruppen von Menschen in der gleichen Situation begibt Und überhaupt meiner Meinung nach dieses ganze Kleinfamilien-Thema, also nicht funktioniert.

00:24:20: Weil das war ja nie so in der Menschheit, sondern eigentlich haben wir uns immer in Gemeinschaften aufgehalten und wenn Kinder mit anderen Kindern zusammen sind dann sind die Kinder schon mal mir beschäftigt.

00:24:32: Wenn Eltern zusammen sind können sie sich gegenseitig unterstützen und das heißt ich habe mir in der Hinsicht auch viel mehr Gruppen und vielmehr Bezug gesucht mich emotional auch sehr unterstützt.

00:24:46: Diese Erfahrung hat auf jeden Fall geholfen und du hast die Zeit jetzt auch noch dazu gehabt, ich meine Wahnsinn!

00:24:52: Zwei Kinder und hast ein Buch geschrieben dazu und stellst das allen Familien zur Verfügung?

00:24:58: Die es werden wollen vielleicht auch erst mal aber auch ist schon Sinn weil es eben halt ganz dein Buch ganz viele Aspekte umfasst wie dieses Eltern werden was man nicht im Geburtsverbreitungssturz oder was man in Gesprächen mit Freunden so bekommt sondern dass man sich einfach ein bisschen darauf einstellen kann und zu Not, wenn es eintrifft, dann einfach noch mal nachlesen kann was zum Beispiel hilft.

00:25:19: Und das finde ich eine echt tolle Sache und ich sage gut ab dass du das noch geschafft hast muss so schreiben.

00:25:24: also mannometer da ist ja immer echt ne Leistung.

00:25:27: Da sind wir wieder bei dem Punkt Frauen, Mütter sind super Heldinnen.

00:25:30: Ich sag das hier an jedem Podcast am Ende und ich meine das auch so und wir geben uns viel zu wenig Credit dafür.

00:25:36: aber was wir alles schaffen?

00:25:37: Wir schaffen mehr als Männer schaffen!

00:25:40: Männer sehen das oftso.

00:25:41: ich war arbeiten Ja, ich war auch arbeiten.

00:25:44: Aber vorher und nachher ist Familie so ja?

00:25:46: Und was wir alles gar nicht registriert haben das wir schon dreimal auf dem Weg nach unten den Wäschekorb mit und hochgenommen haben dass wir daran gedacht haben was für noch ein Geburtstagsgeschenk besorgt werden muss es einen Medikament aus der Apotheke abgeholt werden muss dass die Kinder später aus der Schule kommen und dass sie das essen wollen eingekauft haben vorbereitet haben alles alles alles alle neben den ganzen anderen Sachen.

00:26:06: deswegen finde ich's toll dass du We Are Family geschrieben hast.

00:26:10: Vielen Dank Ich würde total gerne etwas dazu sagen, aber wenn es noch passt.

00:26:17: Das Schöne an meinem Buch ist glaube ich das ich ja Illustratoren bin und dadurch dass ich Illustratorin bin habe ich die Möglichkeit sehr komplexe Dinge, sehr ansprechend komplexen und auch unangenehme Dinge ansprechende so zu verpacken, dass man Lust hat sich damit auseinanderzusetzen finde ich, ist es so ein schönes Geschenkbuch ursprünglich was Leute am besten zur Schwangerschaft oder zu Geburt geschenkt bekommen sollten damit sie sich darauf vorbereiten können und das nicht so Angst macht vor dieser großen Herausforderung.

00:26:52: Gleichzeitig ist aber auch ein Buch dass man dann vielleicht im Regal stehen hat unter sich auch erst wenn man merkt so wow!

00:26:58: Das ist irgendwie alles viel aufregender als ich mir gedacht habe.

00:27:00: Dann holt und dann legt man sich's aus Klo Weil da hat man in Zweifelsfall ja vielleicht hier und damals zwei Minuten für sich, und guckt dann immer so rein.

00:27:09: Und es gibt eben diese sieben Kapitel... zu gut genug Eltern sein.

00:27:14: Zeitaufteilung, gerechte Geldaufteilungen haben wir gar nicht darüber gesprochen und so weiter.

00:27:18: Die sind alle farblich unterschiedlich.

00:27:20: in jedem Kapitel gibt es Übungen und man kann sich da so langsam durchschmökern.

00:27:24: das ist wie ein Comiclesen und dabei kriegst du halt diese ganzen Informationen für die du einfach keinen Nerv und keinen Kopf hast dir die zu suchen wenn du mitten im Schlamassel steckst.

00:27:34: Und das ist meine Hoffnung dass ich quasi mit dieser dass ich eine Brücke schlagen kann von all der Hilfe, die es da draußen schon gibt zu den überforderten oder geforderten jungen Eltern und denen irgendwie Häppchenweise.

00:27:47: die Hilfe, die es eben gibt zukommen lassen kann.

00:27:50: Das ist

00:27:50: ja auch noch mal besonders dass du halt nicht nur geschrieben hast sondern auch noch illustriert hast dazu also dieses Talent da auch nochmal mit dahin bringst.

00:27:58: das ist sicherlich auch nochmal was ganz besonderes und es ist ein schönes Buch auf jeden Fall.

00:28:02: ich glaube das hat man gerne im auf der Toilette liegen aber dann auch später in Büchern.

00:28:07: ganz lieben dank alex dass du die Zeit für uns hier gefunden hast und ein bisschen zu deinem Buch erzählen konnte es und vielleicht auch jetzt schon in der gut halben Stunde, die wir schon gequatscht haben so einen kleinen Einblick gegeben hast.

00:28:19: Was einfach die Fallstricke sind beim Eltern werden, die uns alle betreffen Und dass es Lösungen gibt in den allermeisten Fällen auf jeden fall das man sich leichter machen kann.

00:28:27: und das sollten wir auch annehmen Und nicht immer denken, da muss ich irgendwie alleine durch.

00:28:32: Das ist blöd!

00:28:33: Da muss man nicht allein durch.

00:28:34: Auch das ist eine schöne Sache, das Buch zu lesen, wenn man kein gutes Netzwerk hat oder sich dabei ist, einen aufzubauen.

00:28:42: Da steht schon vieles drin.

00:28:43: und auch, dass es gefühlt und gelebt ... Das kann einem vielleicht in einer Situation, die gerade sich nicht gut anfühlt einfach noch mal hält.

00:28:52: Lieben lieben Dank, Alex für deine Zeit, für dein

00:28:54: Buch.

00:28:55: Vielen Dank euch.

00:28:57: Lieben Dank euch fürs Zuhören, wo immer ihr gerade seid.

00:29:00: Wenn euch diese Folge gefallen hat oder wenn ihr jemanden kennt, der das unbedingt hören sollte, was wir gesprochen haben, dann bitte, bitte schickt sie, verschickt sie empfiehlt sie!

00:29:10: Wenn euch die Folge gefallen hatte, freuen wir uns aber einen netten Kommentar auf Spotify und ein paar Sternchen.

00:29:15: Ich freu mich immer sehr, wenn ihr mit euren Themenvorschlägen zu mir kommt.

00:29:18: Am einfachsten geht es direkt über Insta unter Nikolnetzlaw-Fischl oder über meine Homepage www.nikolnetzel.de.

00:29:24: Danke fürs Zuhören, danke für eure Zeit und bitte niemals vergessen.

00:29:28: Ich meine es genauso wie ich sage!

00:29:31: Ihr Mütter, ihr Eltern aber vor allem ihr Müttern.

00:29:34: Ihr seid die wahren Superheldenen.

00:29:35: Vergesst das nie.

00:29:36: Tschüss!

00:29:38: Dankeschön.

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